Reisen – eine Frage der Generation
Babyboomer, Gen X, Millennials, Gen Z und Gen Alpha: Generationen unterscheiden sich durch ihre Prägung. Die drückt sich in Werten und Lebensformen aus – und im Reiseverhalten. Wem beim Thema Urlaub was wichtig ist, lesen Sie hier
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© Halfpoint – stock.adobe.comGeneration Alpha: „Nicht ohne das Smartphone!“
Die ab 2011 geborene Generation Alpha besteht hauptsächlich aus Kindern von Millennial-Eltern und verreist aktuell noch viel mit der Familie – zu den bei Millennials beliebten authentischen Destinationen mit viel Erlebnischarakter. Das prägt ihre Reisegewohnheiten entsprechend. Trotz ihres jungen Alters benutzen Alpha-Kids meist schon Smartphones, KI und Augmented Reality und sind mit technologisch angereicherten Reiseerfahrungen (und -vorbereitungen) bestens vertraut. Zu ihrem künftigen Reiseverhalten gibt es noch wenige Studien. Doch angeblich zeichnet sich eine zunehmende Orientierung an Werten wie Sicherheit und Verlässlichkeit ab. Das könnte sich in Richtung Pauschaltourismus entwickeln …
Die Gen Alpha, geboren ab 2011, steckt beim Reisen noch in den Startlöchern.

In jeder Hinsicht digital unterwegs: Die Gen Alpha
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Generation Z: „Nicht ohne meinen Insta-Post!“
Noch sind die zwischen 1996 und 2010 geborenen „Gen Zetts“ in Ausbildung oder in frühen Berufsphasen, was naturgemäß ein knappes Budget mit sich bringt. Diese Generation bucht gern günstig, strebt dennoch in die Ferne und lässt sich unterwegs aber auch mal zu kostspieligeren Erlebnissen wie Restaurantbesuchen oder Surfkursen hinreißen. Zu ihren Reisen inspirieren lässt sich die Gen Z besonders häufig auf Social Media; bei der Reiseentscheidung spielt auch der „Instagrammability“-Faktor eine große Rolle. Zu beobachten ist in dieser Generation außerdem ein Trend zu bequemen Wellness-, Kreuzfahrt- und All-inclusive-Urlauben. Überraschung: gern auch mit den Eltern!
Zur Gen Z zählt, wer zwischen 1996 und 2010 geboren ist.

Kreuzfahrten sind nur für Ältere? Von wegen. Die Gen Z ist auch an Bord
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Generation Y (Millennials): „Wir wollen was erleben!“
Millennials geben ihr Geld lieber für Reisen als für Anschaffungen wie Kleidung und Elektronik aus. Die Generation Y betrachtet Reisen als Teil ihrer Identität – Erlebnisse sind ihr wichtiger als materielle Güter. Biografien voller Auslandssemester, Backpacking-Zeiten und Workation-Aufenthalte belegen diese Mentalität. Bei ihren Reisen setzen die Millennials auf Slow Travel, auf authentische Erfahrungen, längere Aufenthaltszeiten und lokale Unterkunftsformen wie Airbnb. Sie sind zudem die erste Generation, die sich auch von Social Media zu Reisen inspirieren lässt.
Die Millennials, geboren zwischen 1980 und 1995, werden bis zum Jahr 2030 die dominante Reisegeneration darstellen.

Statt der Kinder wegen ihr Reiseverhalten zu ändern, nehmen Millennials die Kids einfach mit
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Generation X: „Hauptsache woanders!“
Nichts wie weg hier – so lässt sich das Reiseverhalten der Generation X beschreiben: Niemand reist so häufig wie diese Generation, und keine gibt sich bei der Wahl ihrer Ziele so vielseitig. Städtereise, Naturerlebnis, Ferienhaus am Meer, Kulturtrip? Alles ist herzlich willkommen, solange das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und das Abschalten vom Alltag sowie eine authentische Reiseerfahrung gewährleistet sind. Im Vergleich zu den Boomern plant die Gen X zunehmend individuell und mag es flexibel. Und weil Zeit berufsbedingt knapp ist und Familie wichtig, ist sie gern in der Mehr-Generationen-Formation unterwegs.
Die Generation X (1965 bis 1979) gilt als „vergessene“ Generation zwischen den medial prominenteren Boomern und Millennials.

Gern auf eigene Faust unterwegs, ganz gleich, wohin – das ist die Gen X
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Babyboomer: „Das haben wir uns verdient!“
Nach Jahrzehnten harter Arbeit endlich in den Ruhestand. Die Welt entdecken, die Entbehrungen auf dem Zeltplatz von früher mit komfortablen Hotels kompensieren, die Bucketlist der Sehnsuchtsziele abarbeiten: So ticken die Babyboomer, Kinder der Nachkriegs-Jahrgänge, die für ihr Nachholprogramm in Sachen Reisen nun endlich die nötige Zeit und das nötige Geld besitzen. Obwohl mit Handys und Online-Tools vertraut, greifen sie immer noch gern zum Reiseführer und folgen persönlichen Tipps. Mehrwöchige Reisen sind ihnen lieber als Kurztrips, Verlässlichkeit lieber als Überraschungen und Gesundheitsangebote stehen hoch im Kurs. Auf Tiktok posten werden sie die aber eher nicht … Ok, Boomer!
Als (Baby-)Boomer gelten die geburtenstarken Jahrgänge von 1946 bis 1964.

Auch für die Gesundheit fahren Boomer in den Urlaub
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Diese Studien haben wir für die Aussagen auf dieser Seite herangezogen:
[1] Shell Deutschland Holding (2019, 2024): Shell Jugendstudie
[2] Pew Research Center: Generations and Age Studies (laufend seit 2010)
[3] Institut für Demoskopie Allensbach: Wertewandel-Studien
[4] Gallup (jährlich): Engagement Index Deutschland
[5] Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR): Reiseanalyse (jährlich)
[6] PwC: Consumer Insights Survey
[7] SINUS-Institut: Sinus-Milieus & Nachhaltigkeitsstudien
[8] Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB): Familien- und Generationenanalysen
[9] Deloitte (2023/2024): Global Millennial & Gen Z Survey
[10] McKinsey & Company: True Gen: Generation Z and its implications for companies; Nachhaltigkeitsstudien
[11] Expedia Group: Traveler Value Index
[12] Nielsen: Global Sustainability Report
[13] McCrindle Research: Generation Alpha Reports
[14] OECD: Education & Digitalisation Reports
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