Spielerisch um neue Talente werben
GROSSBRITANNIEN
Kaufhausmusik läuft, links geht’s zum Showroom hoch, rechts ins Bistro: Mit der Metaverse-Version eines Ikea-Stores auf einer Gaming-Plattform spricht das schwedische Möbelhaus in Großbritannien gezielt Nachwuchskräfte der Generationen Alpha und Z an, die über traditionelle Ansprache kaum noch erreichbar sind. Vergeben wurden erst einmal zehn virtuelle „Co-Worker“-Jobs, für die man sich zunächst klassisch bewerben musste, mit Lebenslauf und Job-Interview. Die Auserwählten durften dann in virtuellen Mini-Rollenspielen, die am echten Berufsbild orientiert waren, Erfahrungen sammeln, die Position wechseln, Karriere machen – wie im echten Ikea-Arbeitsleben. Sie wurden auch regulär bezahlt. In der HR-Abteilung dürfte die Aktion für Überstunden gesorgt haben: Über 178.000 Bewerbungen liefen für die virtuellen Jobs ein, mehr als für die Casting- Show „The X Factor“. Anschließend wurde „The Co-Worker“ auf der Gaming-Plattform als Spiel für jedermann gestartet – und bewirbt damit weiterhin die Ikea-Arbeitswelt mit ihrer Flexibilität.