das Wort Zusammenarbeit gefällt mir. So, wie wir es aussprechen, liegt die Betonung auf zusammen, nicht auf Arbeit. Es klingt, als würde die Arbeit weniger, wenn wir sie gemeinsam verrichten. Oder als würde sie mehr bringen. Mehr Wirkung, mehr Erfolg, auch mehr Spaß. „Komm, wir machen das zusammen!“ – in dieser Aufforderung steckt Schwung, Motivation, Positivität und die wunderbare Mentalität des gemeinsamen Ärmelhochkrempelns, wie sie die Basis jeder gelungenen Gruppenunternehmung darstellt.
Die Dinge gemeinsam anpacken – darum geht es in dieser Ausgabe des BayTM Magazins, in der wir uns mit dem Thema Kooperationen befassen. Denn eines ist in den letzten Jahren deutlich geworden: Nur gemeinsam können wir in einer immer stärker polarisierten Welt erfolgreich bleiben. Nur gemeinsam können wir die großen Herausforderungen meistern, die da auf uns zukommen: den Fachkräftemangel, die finanziellen Ressourcen, die technologischen Entwicklungen, Klimawandel und Mobilität. Das klingt nach viel Arbeit, und das ist es auch. Doch von einem bin ich überzeugt: Wenn wir es gemeinsam anpacken, dann bekommen wir auch die schwierigen Aufgaben in den Griff.
Gemeinsam meistern wir die Zukunft.
Im bayerischen Tourismus haben wir die besten Voraussetzungen dafür. Denn in den letzten Jahren haben wir uns vernetzt, quer durch Regionen, Themen und Hierarchien. Haben uns ausgetauscht, besser kennengelernt, Verständnis füreinander erworben. Das Wir-Gefühl wurde stärker und wir haben begonnen, gemeinsam in die Zukunft zu denken. Das ist die beste Basis für jede konkrete Zusammenarbeit.
Miteinander zu kooperieren, kann dabei bedeuten, mit alten Gewohnheiten brechen zu müssen. Etwa mit Konkurrenzdenken und Kirchturmmentalität. Denn die stehen dem im Weg, was die Basis guter Zusammenarbeit ist: Ideen zu teilen. Strukturen zu öffnen. Vertrauen aufzubauen. Sich gegenseitig den Erfolg zu gönnen, im Wissen: Ich profitiere selbst ja auch davon!
Zwei Dinge finde ich besonders spannend: dass Kooperationen im Kleinen stattfinden und Großes bewirken können – zwischen Hotels etwa, die in Sachen Ausbildung zusammenarbeiten. Oder zwischen Ferienbauernhöfen, die sich gemeinsam vermarkten. Und dass Kooperationen auf vielen Ebenen und zwischen den unterschiedlichsten Beteiligten möglich sind. Denn letztlich wollen wir alle das Gleiche: einen zukunftsfähigen Qualitätstourismus in Bayern. Und der bayerische Tourismus, das sind nicht Tausende Einzelakteure und -akteurinnen. Der bayerische Tourismus, das sind wir alle zusammen.