Bayern? Das sind wir alle!
Beim Bavaria Workshop kooperieren BayTM, Destinationen und weitere Partner. Das sorgt für Zusammenhalt – und schafft die Basis für weitere Kooperationen
2021 war die BayTM erstmals mit dem Workshop-Konzept an den Start gegangen. Dahinter stand die Idee, den Reiseveranstaltern aus dem europäischen Ausland das Reiseland Bayern dort vorzustellen, wo es am authentischsten ist – im Freistaat selbst und nicht bei digitalen Meetings oder bei Präsentationen im Ausland. Die Frage lautete also, wie so ein Event aussehen konnte. Denn es sollte nicht nur beide Seiten des Marktes zusammenbringen – die bayerischen Partner und die internationale Reisebranche – und somit eine Basis für weiteren Austausch und künftige Kooperationen schaffen. Es sollte zugleich auch echt bayerisches Lebensgefühl vermitteln.
Kompetenzen werden effizient gebündelt
Die Lösung bestand schließlich in einer Kooperation zwischen der BayTM und einer wechselnden bayerischen Urlaubsdestination, in welcher der Bavaria Workshop ausgerichtet wird. Dieser wurde als mehrtägige Veranstaltung angelegt und in zwei komplementäre Parts aufgeteilt. Auf den Eröffnungsabend folgt ein Tag, an dem die Gäste aus dem Ausland bei „Fam Trips“ (kurz für „Familiarization Trips“) unterschiedliche Facetten und Orte des Urlaubslands Bayern kennenlernen. Am nächsten Tag geht es dann um den direkten Austausch – bei einem Workshop im Speed-Dating-Format mit festen Termin-Slots, bei denen sich jeweils ein bayerischer Tourismusanbietender und ein Reiseveranstalter aus dem Ausland austauschen.
Bei der Organisation des Workshops sind die Aufgaben klar verteilt – und die Kompetenzen effizient gebündelt. Während die Unit Travel Trade Relations der BayTM den Workshop insgesamt organisiert und das Programm plant, steuert die austragende Destination Input und Expertise etwa zur Location bei. Außerdem plant sie in der Regel ein bis zwei der Fam-Trips und verwandelt sie mit ihrem Fach- und Insiderwissen vor Ort in einmalige Erlebnisse für die Gäste aus dem Ausland.
© Thomas Linkel FotodesignDie Workshops finden wechselnd in allen vier Regionen statt
Kooperationspartner bei der Premiere 2021 war die Landeshauptstadt München. Es folgten Nürnberg mit dem Tourismusverband Franken, dann Regensburg mit dem Tourismusverband Ostbayern und schließlich Lindau. „Wir profitieren von der großen Expertise der Destinationen und sind immer wieder beeindruckt über deren Detailwissen“, freut sich Helena Götze. „Für die Destinationen wiederum ist der Bavaria Workshop eine überaus lohnende Plattform, auf der sie ihre Angebote, ihr Lebensgefühl präsentieren können. Gerade die Fam-Trips haben eine viel stärkere Wirkung als jede Bühnendarstellung.“
Ein weiterer Kooperationspartner des Bavaria Workshops war bisher die DB – sie übernahm die Anreise der teilnehmenden Trade-Partner. „Auch diese Kooperation ist wichtig, weil wir im Ausland die erdgebundene, sprich nachhaltige Anreise nach Bayern fördern möchten“, so Götze.
Die BayTM wiederum kümmert sich als Veranstalterin des Workhops um das Einladungsmanagement, lädt geeignete Gäste aus dem Ausland ein und kuratiert die eingehenden Bewerbungen der potenziellen Teilnehmenden. Sie organisiert selbst einen bayernweiten Fam-Trip und sorgt bei der Auswahl der Partner und Partnerinnen auf der bayerischen Seite für einen ausgewogenen Mix aus Destinationen, Unterkünften sowie Erlebnispartnern.
2026 ist auch der MICE-Bereich dabei
Durch die Kooperation mit den Destinationen und die Teilnahme vieler Partner kann der Bavaria Workshop Bayern in seiner ganzen Vielfalt abbilden. Zugleich gibt er kleinen Akteuren die Möglichkeit, sich auch ohne großes Budget international zu präsentieren. „Vor allem aber hat sich der Workshop als ideale Plattform für weitere Kooperationen und Vernetzungen erwiesen“, so Götze. Weil das so gut läuft, kooperieren bei der Auflage 2026 – quasi BayTM-intern – die Units Travel Trade und MICE miteinander. Und richten den Bavaria Workshop als ganz große Veranstaltung für beide Zielgruppen gemeinsam aus.
Grenzenlos barrierefrei – ein weiteres Kooperationsprojekt der BayTM
WORUM GEHT’S?
Barrierefreier Tourismus ist ein Lebensraumthema, von dem sowohl Gäste als auch Einheimische profitieren. Die BayTM hat deshalb das Netzwerk barrierefreier Tourismus ins Leben gerufen – es steht allen Partnern offen, die barrierefreie Angebote realisieren oder sich allgemein zum Thema austauschen möchten. Das bayerische Netzwerk barrierefreier Tourismus selbst hat sich mit anderen Landestourismusorganisationen (LTOs) zum „Arbeitskreis Urlaub für Alle“ zusammengetan.

ZIEL DER KOOPERATION
Barrierefreies Reisen darf nicht an Landesgrenzen Halt machen; das wäre ein Widerspruch in sich. „Mit den anderen LTOs wollen wir im Arbeitskreis mehr Reichweite schaffen, mehr Wirkung erzielen und die Sensibilität für das Thema erhöhen“, sagt Monica Tetzner von der Unit Netzwerkmanagement der BayTM. „Als bayerisches Netzwerk wiederum profitieren wir von den Projekten des Arbeitskreises.“
DIE MAßNAHMEN
Die LTOs im Arbeitskreis koordinieren Marketing- und Sensibilierungsstrategien. Als Sparringspartner der DZT geben sie Impulse auf Branchenevents. Mit dem Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ engagieren sie sich für mehr Qualität und Transparenz im barrierefreien Tourismus und stärken so seine Qualität. Außerdem sorgen sie durch die Einbindung von Verbänden und Politik für bundesweite Berücksichtigung des Themas Barrierefreiheit.
Hier lesen Sie mehr über den Bavaria Workshop.
© Gert Krautbauer (2), Florian Trykowski, Thomas Linkel Fotodesign (2), Dietmar Denger



