Auf den Punkt gebracht

Tourismusministerin Michaela Kaniber im Gespräch

© Nadine Keilhofer / StMELF

Was macht für Sie ganz persönlich Bayern aus?

Wenn ich an Bayern denke, dann ist das weit mehr als nur ein Ort auf der Landkarte. Bayern ist für mich ein besonderes Fleckchen Erde. Es ist das Morgenlicht über den Berchtesgadener Alpen, die Ruhe der Berge, die Schönheit unserer Orte, die Pracht der Kulturlandschaften und die Kraft der Natur, die mich jeden Tag aufs Neue berührt. Und es ist die Lebensfreude der Menschen, die hier leben. Bayern steht für gelebte Tra­ditionen, echte Herzlichkeit, für Genuss, Kultur und Naturverbundenheit. Was wir nach außen und innen verkörpern, ist eine tiefe Verbundenheit mit unserer Heimat. Es ist die richtige Balance aus Geschichte und Moderne, aus traditionellem Handwerk und modernster Hightech-Industrie, aus kulturellem Reichtum und natürlicher Schönheit, die unsere Heimat so besonders macht. Bayern ist für mich authentisch, lebendig und voller Seele. Bayern ist ein Lebensgefühl. Bayern ist vor allem auch ein Ort gelebter Gastfreundschaft. Es sind unsere Gastgeberinnen und Gastgeber, es sind die vielen Menschen, die in der Branche arbeiten, die mit ihrem unermüdlichen Engagement, mit viel Leiden­schaft und Herzblut dafür sorgen, dass Gäste aus aller Welt sich bei uns zu Hause fühlen. Bayern ist ein Ort, an dem man ankommt – und sofort spürt, dass man will­kommen ist.

Warum ist es so wichtig, Bayern als starke Marke unter einem zentralen Dach zu vermarkten?

Von den Alpen im Süden bis zu den sanften Hügeln in Franken, von traditionsreichen Dörfern bis hin zu dynamischen Städten – diese Vielfalt ist ein großer Schatz. Aber sie entfaltet ihre volle Kraft nur dann, wenn sie unter einer starken, einheitlichen Marke kommuniziert wird. Genau hier leistet die Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM) seit mittlerweile 25 Jahren eine unverzichtbare Arbeit. Sie hat es geschafft, die Marke Bayern im touristischen Kontext klar zu positionieren – als authentisch, einmalig, gastfreundlich, naturverbunden und zugleich innovativ. Sie hat mit viel Fingerspitzengefühl und einem verlässlichen Gespür für aktuelle Trends und Themen ein ganzheitliches Markenkonzept erarbeitet und immer wieder weiterentwickelt. Diese starke Dachmarke schafft Orientierung für unsere Gäste, erzeugt Vertrauen und sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Ein zentrales Merkmal unseres Erfolgs im Tourismus ist das kluge Zusammenspiel zwischen der BayTM als Landesmarketingorganisation, den vier regionalen Tourismusverbänden und den Verantwortlichen in den Tourismusregionen und Gemeinden vor Ort. Jeder dieser Verbände und Regionen bringt seine eigene Authentizität und Besonderheiten in die Marke Bayern ein. Die BayTM sorgt dafür, dass alle unter einem gemeinsamen strategischen Konzept arbeiten, das das gesamte Land als attraktives Reiseziel präsentiert. So wird die Vielfalt Bayerns nicht nur inhaltlich, sondern auch visuell und emotional optimal zur Geltung gebracht.

„Es geht uns um Wertschätzung und um Wertschöpfung“

Tourismusministerin Michaela Kaniber

Anfang des Jahres haben Sie die neue Dachmarke „Genuss Bayern – Heimat des Guten“ ins Leben gerufen. Was steckt hinter dieser Marke?

Wir haben die neue Dachmarke „Genuss Bayern – Heimat des Guten“ in diesem Jahr auf der Grünen Woche in Berlin zum ersten Mal präsentiert. „Genuss Bayern“ steht für hochwertige und ehrliche bayerische Produkte. Dass diese neue starke Marke auch die touristische Attraktivität Bayerns als Genussland weiter stärkt, liegt auf der Hand. Wir möchten regionale Besonderheiten und Spezialitäten noch bekannter und unverwechselbarer machen. Es geht uns also um mehr Wertschätzung genauso wie um mehr Wertschöpfung. Nicht von ungefähr verbindet auch die BayTM mit ihrem Jahresthema „Genuss und Landschaft“ und ihrer neuen Kampagne „Reine Geschmackssache“ werbewirksam die Themen Regionalität, Genuss und Tourismus. Wir haben hier ein gemeinsames Ziel, nämlich mehr touristische Wertschöpfung in der Region zu halten, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und die Strukturen im Tourismus und in der Land- und Ernährungswirtschaft zukunftsfähig und vorausschauend zu gestalten. Als zuständige Ministerin für Landwirtschaft und Tourismus sehe ich in der Verbindung dieser beiden Bereiche ein großes Potenzial.“

© Nadine Keilhofer / StMELF